<< zurück

Die Bewohner der nördlichen Küsten und Inseln sind Nachfahren des zweiten Nordmenschenvolkes, das den Nordwesten erreichte (siehe: Thulgard). Ursprünglich das größte Volk zerstreute es sich nach der Niederwerfung Yeahrs sehr. Viele beschlossen, das Ulsengebirge nicht zu überqueren und siedelten entlang des Südrandes des Eisgebirges und sogar im nördlichen Torosh. Der größte Teil durchquerte jedoch die Enge zwischen den nördlichen Ausläufern des Ulsengebirges und dem Eisgebirge und ließen sich in den Landen nördlich Synakons (Altes Nordland) nieder. Von da aus begannen sie ab 280 die Sork-Inseln zu besiedeln. Ab dieser Zeit wurden auch, unbemerkt von den glücklich im Süden Lebenden, die Eis- und Steintrolle wieder zu einer argen Bedrohung. Als sie im Jahre 302 von dem ruchlosen Dunkelelbenhexer Delman gar zu einem stehenden Heer gesammelt wurden, tauchte der legendäre Kriegskönig Slaine auf. Ihm gelang es, die Stämme vereint in den Krieg gegen Delman zu führen, und nach seinem Sieg hatte der Norden für lange Zeit Frieden. Diese Zeit, in der Reichtum und Zahl der Nordmenschen nur durch die häufigen Clansfehden geschmälert wurden, war allerdings auch eine Zeit der großen Raubfahrten an die Küsten Uberias, Lagunas, ja selbst Ar-Charads. Aus dieser Zeit stammt auch der Ruf der Nördlichen Stämme, hervorragende Krieger zu sein.

Für das Alte Nordland (nicht aber für die Sork-Inseln) endete diese relativ glückliche Zeit durch das Auftauchen eines Drachens aus dem Eisgebirge. Es war weniger rohe Gewalt, die der Drache verwendete. Schlimmer war der Drachenbann, eine Art böser Massenzauber, der die doch sonst so furchtlosen Krieger vor Angst lähmte. Die Herrschaft des Drachen dauerte unzählige Jahrzehnte, bis zum Jahr 2720. Diese schlimme Zeit endete durch den Heldenmut eines Ritters aus dem Süden, dem der größte Stamm des Alten Nordlandes, die Angellachen, aus Dankbarkeit als Lehensleute ins Thornland folgte.

Die Nördlichen Stämme waren auch die ersten, die den schrecklichen neuen Angriff der Dunkelheit zu spüren bekamen. 3120 durchzog der Nordflügel des Dunklen Heeres die Enge zwischen Ulsen und dem Eis und seitdem befinden sich die Stämme in einem verzweifelten Verteidigungskampf gegen die Oger, Orks und Trolle des Feindes. Falls sie sich nicht halten können, ist für diese Heerscharen der Weg frei Richtung Thulgard.

Die Stämme regieren sich selbst und nur in Zeiten großer Not wird ein Kriegskönig von allen Freien gewählt. Dies ist zur Zeit noch nicht erfolgt, da der Angriff zu schnell und überraschend kam, als daß sich die Stämme hätten versammeln können. Über großen Einfluß verfügen die Druiden und Druidinnen, die das geheime Wissen der Stämme hüten und den Kult der Großen Göttin und Arus leiten. Ihnen gilt der größte Haß der Eindringlinge und es besteht die Gefahr, daß ihr Wissen mit ihnen verschwinden wird. Im Norden leben, außer Trollen und wenigen Elben, soweit man weiß nur Menschen. Sie sprechen zumeist Nors, Cornisch wird jedoch fast überall verstanden.